18.03.2019


„Projekt 3-Feld-Sporthalle“

 

Jury kürt die besten Entwürfe

 

Wettbewerb - Zimmerner Dreifeld-Sporthalle rückt weiteren Schritt näher.

 

Die Gemeinde Zimmern hat einen weiteren wichtigen Schritt bei der Verwirklichung des Neubaus einer Dreifeld-Sporthalle gemacht: Seit Freitag liegen nunmehr drei preisgekrönte Entwürfe für das lang ersehnte Bauvorhaben auf dem Tisch.

 

 

Die Architekten Dieter Broghammer (Zweiter von rechts) und Hanns Jana (rechts) vom Zimmerner Büro Broghammer – Jan – Wohlleber präsentieren ihr preisgekröntes Modell zum Neubau der geplanten Zimmerner Dreifeld-Sporthalle. Auf dem zweiten Rang landete die Planung des Büros Riehle + Assoziierte aus Reutlingen, die Architekt Thorismut Gaiser (links) vorstellte. Professor Hans Klumpp (Zweiter von links) ist Vorsitzender des Preisgerichts, dem auch Bürgermeisterin Carmen Merz angehört. Fotos: kw

 

 Zimmern o. R. (kw). Die Auslobung erfolgte über einen begrenzt offenen Ideen- und Realisierungswettbewerb. Diesen betreute das Büro Hähnig-Gemmeke aus Tübingen, welches auch die Vorprüfung durchführte. Das Preisgericht tagte in nichtöffentlicher Sitzung mehrere Stunden, bis die Rangfolge feststand.

 

 Am Samstagmorgen wurde das Geheimnis dann gelüftet. In dem völlig anonymisierten Verfahren – die Umschläge mit den Namen der Verfasser wurden erst nach Entscheidung der Jury geöffnet – landete der Entwurf des Zimmerner Architektenbüros Broghammer – Jana –Wohlleber auf dem ersten Platz. Dafür gab es ein Preisgeld von 13000 Euro. Das Gremium aus Fach- und Sachpreisrichtern empfahl der Gemeinde, diesen Entwurf der Realisierung zu Grunde zu legen. »Wahrscheinlich kennt das einheimische Büro die Zimmerner Gegebenheiten am besten«, meinte Bürgermeisterin Carmen Merz und schmunzelte. Sie sprach von drei guten und überzeugenden Entwürfen.

 

Auf den zweiten Platz kam die Planung des Reutlinger Büros Riehle  + Assoziierte GmbH. Das Büro darf sich über 11 500 Euro freuen. Der dritte Preis (7000 Euro) ging an das Berliner Architekturbüro Georg – Scheel – Wetzel. Daneben wurden zwei Anerkennungspreise vergeben.

 

Die Bürgermeisterin konnte zum Auftakt der Vorstellung an die 40 Gäste begrüßen. Auch im weiteren Verlauf des Tages wollten viele Bürger die Entwürfe sehen. Der Vorsitzende des Preisgerichts, Hans Klumpp, erläuterte den Gästen, darunter zahlreiche Mitglieder des Sportvereins Zimmern, grob das Verfahren. »Im ersten Moment sahen die Entwürfe fast alle gleich aus«, meinte Klumpp.

 

 

Bei 14 der 16 abgegebenen Arbeiten hätten die Planer die Halle im annähernd selben Bereich platziert. Von besonderer Bedeutung sah der oberste Preisrichter die Auseinandersetzung mit der Topografie. In der Detailbetrachtung hätten sich doch teilweise beachtliche Unterschiede ergeben. Hinweis des Vorsitzenden: »Wir befinden uns im ländlichen Raum.« Diese Tatsache sei in puncto Angemessenheit und Form des Gebäudes zu berücksichtigen gewesen.

 

Dazu habe es verschiedene Aussagen gegeben. Eine bodentiefe Befensterung im Sportbereich war grundsätzlich nicht gewünscht worden. In der Planung des Wettbewerbsiegers steht die Sporthalle an der höchsten Stelle im nördlichen Teil des Baufeldes. Der »Lachengrund« bleibt unbebaut. Anders beim Zweitplatzierten: Dort ist der Baukörper am Westrand des Grundstücks auf dem oberen Geländeniveau positioniert. Zu den Mitgliedern der Jury zählten neben den sechs Fachpeisrichtern die Bürgermeisterin, die Gemeinderäte Guntram Ober und Hans-Georg Scherfer sowie die Vereinsvertreter Frank Thieringer und Marcel Kammerer.

 

 

Wie geht es nun weiter? Wenn gebaut wird, muss sich der Gemeinderat für einen der drei preisgekrönten Entwürfe entscheiden. Merz wies darauf hin, dass die Gemeinde nun zuerst das Projekt Kindertagesstätte stemmen müsse.

 

HINWEIS: DIE MODELLE DER PREISTRÄGER SIND DERZEIT IM RATHAUS IN ZIMMERN ZUR ANSICHT AUSGESTELLT.

 

Quelle: Schwarzwälder Bote, Ausgabe R 2, 18.03.2019 Redakteur: Klaus Weisser

 

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