14.11.2019

Bau "Kinderhaus Zimmern" - Informationen/ aktueller Stand 14.11.2019

 

Information über Stand Bau Kinderhaus, Planung der verkehrsrechtlichen Regelung des Schulbusverkehrs sowie den Anliegergesprächen

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

in den letzten Tagen wurde vermehrt der Wunsch auf mehr Information zum Sachstand des Baus des Kinderhauses in Zimmern und der dazugehörigen Planung der verkehrsrechtlichen Regelung des Busverkehrs geäußert. Diesem Wunsch kommen wir gerne nach: Wir informieren Sie gerne detailliert und künftig regelmäßig an dieser Stelle, bei umfangreicheren Themen mit Verweis auf unsere Homepage.

Sollte es dennoch offene Fragen oder Anregungen geben, können Sie sich gerne bei der Verwaltung informieren bzw. melden.

 

Ihre Carmen Merz, Bürgermeisterin

 

Ablauf der Entscheidungsfindung:

Der Entscheidungsfindung für den nötigen Bau und Standort des neuen Kinderhauses ging ein längerer Entscheidungsprozess voraus. Das neue Gremium des Gemeinderats Zimmern o. R. wurde daher in der ersten Sitzung nach der Sommerpause sehr ausführlich über diesen Ablauf informiert.

Da wir nun erfahren haben, dass dieser Weg zur Entscheidungsfindung auch Teilen der Bevölkerung trotz laufender Information über das Amtsblatt sowie der Homepage nicht bekannt ist, stellen wir diesen nachfolgend nochmals dar:

 

Für die Vorbereitung aller Entscheidungen wurde sachkundiges, externes Fachpersonal hinzugezogen, um die sachliche Abwägung der Vor- und Nachteile nötiger Entscheidungen im Gremium zu ermöglichen. Es wurden Experten herangezogen, die den Gremiumsmitgliedern und der Verwaltung Informationen lieferten, um Entscheidungen treffen zu können. Hierbei waren auch das Kindergartenpersonal mit Leitung und Erzieherinnen sowie Elternvertreter miteinbezogen.

 

November 2017:

In der Sitzung am 07.11.2017 (Haushaltsplanberatungen) wurde klar, dass eine Sanierung des Kindergartens am Adolph-Kolping-Platz nicht wirtschaftlich ist und ein Ersatzbau notwendig wird. Ohne detaillierte Erkenntnisse wurden im Haushaltplan Baukosten in Höhe von 500.000 € je Gruppe und somit 2.000.000 € für vier Gruppen eingestellt.

 

Dezember 2017 – Februar 2018:

Danach stand die Klärung des Standortes an: Von der Verwaltung wurden alle Gremiumsmitglieder gebeten, entsprechende Standorte in einen Lageauszugsplan einzuzeichnen und der Gemeinde zu melden.

 

März 2018:

In der nichtöffentlichen Sitzung im März 2018 wurde ohne Diskussion im Gremium beschlossen, dass das ISA Stadtbauatelier die vorgeschlagenen Standorte aus städtebaulicher Sicht beurteilen und die Möglichkeiten anhand einer Machbarkeitsstudie aufzeigen soll. Hierbei wurde auch die zeitliche Dringlichkeit deutlich.

 

April 2018:

In einer weiteren nichtöffentlichen Sitzung im April 2018 wurde der jetzige Standort hinter der Schulwiese vorgeschlagen, wofür sich das Gremium im weiteren Verfahren einstimmig aussprach.

 

Juli 2018:

In der öffentlichen Sitzung am 17.07.2018 wurde mehrheitlich bei drei Gegenstimmen das Büro ISA Stadtatelier mit der Quartiersentwicklung sowie einer Machbarkeitsstudie für die Schulwiese beauftragt.

In der Klausurtagung 2018 wurde intensiv über das Thema Neubau eines Kinderhauses beraten. Die Bedarfszahlen der Gemeinde deuteten die Notwendigkeit einer fünften Gruppe an. Der GR wollte immer kostspielige Containervarianten verhindern.

 

November 2018:

Am 12.11.2018 eine öffentliche Informationssitzung im Gemeinderat zum Thema „Kindergarten“ stattfand. Hierbei wurden diverse Gäste eingeladen, um umfassend über das Thema zu beraten: Vom externen Gutachter wurde aufgrund seiner Bedarfsberechnung gleich der Bau der sechsten Gruppe empfohlen. Die Städteplanerin zeigte die möglichen Nutzungen der Flächen auf. Anschließend gab es die Gelegenheit für alle Bürgerinnen und Bürger sich zur vorgestellten Standortfrage zu äußern. Im Haushalt 2019 wurde für den Neubau einer sechsgruppigen Einrichtung 3.900.000 € veranschlagt, was 650.000 € pro Gruppe entspricht.

Am 27.11.2018 wurde vom Gremium der aktuelle Standort auf der Schulwiese einstimmig beschlossen.

 

Zusammenfassung Standortsuche:

Ziemlich genau ein Jahr gab man sich und dem Gremium für die kritische Auseinandersetzung mit der Standortsuche trotz zeitlichen Druck Zeit: vorhandene Gebäude (z. B. Adolph-Kolping-Platz) sowie erschlossene Grundstücke, Alternativen in Zimmern-Ost und Friedhofnähe sowie einige Optionen mehr waren in der Betrachtung und Abwägung vorhanden. Alle Entscheidungen wurden immer von einer sehr guten Mehrheit bzw. einstimmig vom Gremium beschlossen.

 

Dezember 2018/ Januar 2019:

Die Verwaltung hat über die Weihnachts- und Neujahreszeit mit den Architekten an der weiteren Umsetzung gearbeitet. Anfang des Jahres 2019 fanden vier Sitzungen des Arbeitskreises zum Neubau des Kinderhauses statt (24.01.2019, 06.02.2019, 27.02.2019, 12.03.2019). Hier wurden auch Erzieherinnen und Elternsprecher beteiligt.

 

Mai 2019:

Im Mai 2019 fand eine bauliche Anliegerbesprechung statt, aus der keine baurechtlichen Einwände hervorgingen. Es wurden Einwände hinsichtlich der Verkehrsthematik in der Joseph-Haydn-Straße angebracht.

 

Juni/ Juli 2019:

Im Juli wurde die Firma Fluck beauftragt. Gleichzeitig wurden die jährlichen Bedarfszahlen erhoben und das Ergebnis zeigte bereits eine weitere Erhöhung der Zahlen und einen daraus resultierenden weiteren Bedarf an Plätzen. Im Verwaltungsausschuss am 26.06.2019 und im Gemeinderat am 09.07.2019 wurde die Verwaltung beauftragt, die Planungen für die Erweiterung, um eine siebte Gruppe vorzunehmen.

 

Juli 2019:

Am 16.07.2019 fand in der Schulzeit eine Verkehrsschau statt, um die verkehrsrechtliche Möglichkeiten mit der Verkehrsbehörde, der Polizei und dem ÖPNV zu prüfen.

 

August/ September 2019:

Über die Sommerzeit wurde von der Verwaltung ein Nachtragsangebot eingeholt, die Innen- und Außenplanung mit den Architekten und dem Büro faktorgrün besprochen und der Bauantrag vorbereitet. In der Albert-Mager-Straße wurde die Baustelleneinrichtung vorgenommen und die Planie des Baus vorausschauend größer durchgeführt. Die Anpassungen wurden mit dem Arbeitskreis am 09.09.2019 abgestimmt. Der Gemeinderat hat am 17.09.2019 die überarbeiteten Raumplanungen einstimmig beschlossen. Es gab eine erste Vorstellung möglicher verkehrsrechtlicher Regelungen. Es wurde mehrheitlich beschlossen, die weiteren Planungen für die Bushaltestelle zu erarbeiten und mehrheitlich beschlossen, für die Halteplätze im Bereich der Schule zugunsten von mehr Halteplätzen zweireihig zu planen und einstimmig beschlossen die Joseph-Haydn-Str. als verkehrsberuhigten Bereich auszuweisen. Die Anlieger des Baus wurden vor der Gemeinderatssitzung über die 7. Gruppe informiert und gebeten, mögliche Stellungnahmen einzureichen. Der Gemeinderat hat am 17.09.2019 ebenso die Vergabe für die 7. Gruppe beschlossen und die Vergabe für die Herstellung der Außenanlagen. Hier gab Bürgermeisterin Carmen Merz bekannt, dass die Anwohner der Albert-Mager-Str. zeitnah über die weiteren Möglichkeiten informiert werden sollen (Halteplätze, Busverlagerung, Einbahnstr.), damit der Gemeinderat dann im Anschluss an die Gespräche über die weiteren verkehrsrechtlichen Regelungen entscheiden kann.

 

13. November 2019

In der Anliegerbesprechung Albert-Mager-Str. (und teils Anlieger der Rathausstr.) wurden von der Verwaltung der Ablauf der vorgenannten Baumaßnahme erläutert und die möglichen Stellplatz-Varianten (einreihig und zweireihig) vorgestellt.

Rektor Hofelich ergänzte, dass er die 2-reihige Stellflächenvariante für wichtig halte und die Restfläche der Schulwiese für die Schulbelange ausreichend sei. Wichtig wäre die Erhaltung der Lauf- und Sprungbahn. Bei der Verlegung der Bushaltestelle in die Rathausstraße handele es sich um 2 Fahrten (11.45 und 12.20 Uhr) und zwischen 6 und 15 Kindern die mehr von der Rathausstr. abfahren würden (und die morgens bereits diesen Weg laufen). Die Schule habe dann auch die Aufsichtspflicht in der Rathausstraße.

 

Ergebnis der Besprechung:

 

Es besteht der mehrheitliche Wunsch der anwesenden ca. 40 Anliegern, dass

• keine zusätzlichen Halte-/Stellflächen geschaffen werden

• Lehrer*innen, Erzieher*innen, Mitarbeiter*innen des Rathauses sollen nicht in der Nähe ihrer Arbeitsstätte parken, sondern weiter wegliegende Parkmöglichkeiten nutzen (Halle, Feuerwehr, Flozbrunnen) – damit werden Stellflächen für Eltern insbesondere kleinerer Kinder frei (bspw. per Berechtigungsschein)

• generell sollen Eltern dadurch die vorhandenen Möglichkeiten am Rathaus, Flozbrunnen etc. nutzen können und den restlichen Weg laufen

• Die Bushaltestelle an der Schule soll erhalten werden; die Bushaltestellen in der Rathausstr. sollen möglichst aufgegeben und dort integriert werden: so könne eine bessere Beaufsichtigung der Schüler*innen erreicht werden

• Eine Einbahnstraße ist nicht gewünscht

• Es sollen Parkverbote angeordnet werden

• Kontrollen des ruhenden / fließenden Verkehrs mit Ordnungsgeldern sollen durchgeführt werden

Dieser Wunsch wird in die Abwägung des Gemeinderates einfließen.

 

Zum besseren Verständnis:

Die Bereitstellung von Kindergarten- und Krippeplätzen sind Pflichtaufgaben einer jeden Gemeinde. Für den Neubau mussten erfreulicherweise in Zimmern keine Schulden gemacht werden. Es handelt sich einerseits um Investitionsrückstände, andererseits um Investitionen für erfreulicherweise steigende Kinderzahlen. Der Zeitdruck für einen Neubau besteht daher unumstritten und bleibt auch für den Ersatzbau der katholischen Kindergartenstätte bestehen.

 

Zur Information zur Parksituation während der Sanierung der Rathausstraße:

Die Mitarbeiter des Rathauses parken seit den Baumaßnahmen in der Rathausstraße bereits auf den Parkplätzen beim Feuerwehrhaus und vor der Bank; derzeit um den Eltern nahe Halteplätze zur katholischen Einrichtung zu ermöglichen. Es ist bereits geplant, nach Fertigstellung Besucherplätze vor dem Rathaus ausweisen, zeitgleich mit der Baumaßnahme wäre dies jedoch nicht sinnvoll gewesen.

 

 

zurück zur Übersicht