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08.04.2020

Ostergrußwort von Bürgermeisterin Carmen Merz

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

wir alle hoffen, dass uns die bevorstehenden Osterfeiertage als einmalige Ausnahme in Erinnerung bleiben werden. Gottesdienste in den Kirchen finden nur virtuell statt. Nicht die gewohnten Besuche bei den Eltern, bei Oma und Opa oder anderen Verwandten. Das Eiersuchen nur in kleinerem Kreise. Vieles ist derzeit nicht mehr so, wie es immer selbstverständlich war. Dazu kommt noch die Sorge um die eigene Gesundheit und die von Familie und Freunden. Die Unsicherheit, wie es mit dem Arbeitsplatz weiter geht. Viele Selbstständige sind in ihren Existenzen gefährdet.

 

Unterstützen Sie gerade in dieser schweren Zeit unsere örtlichen Händler, Gewerbetreibenden, Unternehmern und Gastronomie, sei es mit dem Kauf eines Gutscheines als Geschenk zu Ostern oder dem Osteressen am Karfreitag oder Ostersonntag per Abholung in der Gaststätte. Jede Unterstützung hilft nicht nur monetär den Betrieben, sondern drückt auch den moralischen Beistand aus.

 

Wir alle hoffen, dass wir nach Ostern das Gröbste überstanden haben. Noch aber wissen wir nicht genau, wie lange wir noch in diesem Zustand ausharren müssen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf Fragen, wann die Regeln gelockert werden am vergangenen Freitag gesagt:“ Ich verstehe die Frage. Dennoch würde ich absolut unverantwortlich handeln, wenn ich Ihnen heute einfach einen konkreten Tag nennen würde, an dem die Maßnahmen aufgehoben, zumindest aber gelockert werden könnten, dieses Versprechen dann aber nicht einhalten zu können, weil die Infektionszahlen es nicht zulassen.“

 

Über den Ausstieg oder zumindest die Lockerung der Beschränkungen wird vielfach diskutiert. Auch das Thema Maskenpflicht steht nach wie vor im Raum. Daher haben wir bereits vor Tagen einen Aufruf gestartet, den wir in diesem Amtsblatt nachfolgend nochmals abgedruckt haben. Ich bin sicher, dass wir nach den Osterferien mehr erfahren. Eine Prognose wage ich jedoch noch nicht, aber ich bin überzeugt, dass die Entscheidungen sorgfältig unter Abwägung aller Gesichtspunkte getroffen werden. Und wir als Gemeinde versuchen dort vorzusorgen, wo es in unserer Macht steht.

 

Die Zahlen der infizierten Personen steigen noch immer an, wenn auch verlangsamt. Ich kenne auch die Diskussion um die Belastbarkeit der Zahlen: Steigen sie, weil mehr Menschen getestet werden? Wie aussagekräftig sind die Zahlen, auf welcher Basis werden sie erhoben? Vieles – nicht nur die Zahlen – wird im Nachhinein ausgewertet werden. Ich hoffe, dass viele Maßnahmen, die jetzt getroffen werden und die uns so elementar beschränken, im Nachhinein als angemessen und wirkungsvoll bewertet werden. Manches wird sich auch als unnötig, unwirksam, vielleicht sogar als kontraproduktiv erweisen. Aber die Verantwortlichen in der Politik müssen ihre Entscheidungen jetzt treffen, auch mit Unsicherheiten und ohne die Gewissheit, letztlich das Richtige zu tun. Und wir als Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, das Unsrige zu tun und zur Überwindung der Krise beizutragen. So, wie wir es in den vergangenen Wochen schon getan haben.

 

Und da die Situation nun mal so ist wie sie ist, möchte ich Sie ermutigen, das Beste daraus zu machen. Diese riesige Krise hat auch eine andere Seite, die über Ostern zum Tragen kommen kann. Das Leben ist nicht so hektisch, es ist langsamer, es ist ruhiger, es gibt mehr Zeit zur Muße, zum Lesen und zum Spazierengehen, auch das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite! Die Kinder müssen in den Osterferien keine Hausaufgaben machen und so können auch mal andere Sachen gemacht werden: Zusammen kochen und backen, basteln und handwerkeln. Für Feiertage sind das keine schlechten Aussichten.

 

Ich bitte Sie aber auch eindringlich, sich an die Vorgaben zu halten und – auch wenn es sehr schwer fällt – keine Osterbesuche zu machen. Gerade weil das Ansteckungsrisiko mit der Nähe immens erhöht ist und eine Infektion nicht bei jedem Symptome zeigt. Rufen Sie besser bei Ihren Lieben an, schreiben Sie eine Nachricht oder gar – ganz altmodisch – einen schönen Brief und – für die Kinder – malen ein schönes Bild für Oma und Opa. Kurzum – zeigen Sie, dass sie an andere denken, so wie viele es bereits mit der Regenbogenaktion an den Fenstern in Zimmern und den Ortsteilen getan haben.

 

Im Namen des Gemeinderats, der Bürgermeisterstellvertreter, der Ortsvorsteher sowie der Gemeindeverwaltung wünsche ich Ihnen allen ein frohes Osterfest!

 

 

Ihre

Carmen Merz

Bürgermeisterin

 



 

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