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 Zimmern ob Rottweil

In der Schutzbulle des Papstes Gregor X. vom 13. April 1275 über den Besitz des Spitals zu Rottweil, wurden auch seine "Höfe in Zimmern" erwähnt. Es ist jedoch anzunehmen, dass der Ort viel älter ist, da kleinere Nachbargemeinden schon im 8. und 9. Jahrhundert ge-

Bild um die Jahrundertwende 1900

nannt wurden. Zudem hat die Römerstraße (heute Heerstraße) dicht am Ort vorbei-

geführt. Gesichert ist indes, dass der Ort 1290 dem Spital zu Rottweil gehörte, denn die sogenannten Drittelhöfe des Spitals konnten erst 1833 von der Spitalverwaltung um den Preis von 43.750 Gulden erworben werden.

 

Am 8. September 1802 wurden zwei Abgesandte der württembergischen Regierung bei der Verwaltung der Reichsstadt Rottweil vorstellig. Sie unterstrichen den Ernst ihrer Mission mit einem Militäraufgebot von 1.000 Mann und nahmen die Stadt, die dazugehörigen Ortschaften, aber auch die Klöster in den Besitz des damaligen Herzogtums Württemberg. So wurde auch die Gemeinde Zimmern, bis dahin als Pürschgerichtshof abhängig, arm und ohne eigene Handwerker, württembergisch und damit selbständig. Trotz der anfänglich großen Armut und verschiedener Kriege, konnten im Laufe der weiteren Jahrzehnte ein Schulhaus, ein Pfarrhaus das jetzige Rathaus, eine Gottesackerkapelle, sowie ein Waaghaus erstellt bzw. erworben werden.

 

Die für uns heute so selbstverständlich gewordene Versorgung mit Wasser und elektrischer Energie war erst 1910 durch die Inbetriebnahme der Wasserleitung und 1915 durch den Beitritt zum Gemeindeverband Tuttlingen (EnBW) gesichert. Die weitere Entwicklung bis in die heutige Zeit war vor allem geprägt durch das Bestreben, eine Verbesserung der Infrastruktur zu erreichen. So hat sich die einst landwirtschaftlich strukturierte Gemeinde mit hohen Investitionen zu einer Wohn- und Industriegemeinde entwickelt. Mit der Eingemeindung der ehemals selbständigen Gemeinden Horgen, Flözlingen und Stetten o.R. im Jahre 1973 ging diese Entwicklung weiter, so dass man heute von der Gesamtgemeinde als einer lebenswerten Wohngemeinde sprechen kann. 

 

 

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