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 Horgen

Der Name Horgen wird zum ersten Mal 1306 in einer Urkunde des Klosters Rottenmünster erwähnt. Hiesigen Besitz haben unter anderem das Geschlecht der Falkensteiner (Schramberg), die Fürstenberger, Landgrafen in der Baar (sie übereignen 1321 den 

Älteste Fotografie von Horgen

"Hof zu Horgen auf dem Berge, den Huges Söhne an dem Kilchoffe bauen" dem Armen-

spital zu Villingen) und vor allem die Rottweiler Familie Bletz von Rothenstein, eine der bedeutendsten in der Rottweiler Geschichte.

 

Ab 1314 hatten sie die Burg Rothenstein bei Hausen o. R. zu Lehen. Sie waren die bedeutendsten Grundherren in Horgen und vergaben auch Ämter wie z.B. das Hirten- und Bannwartenamt. Rottweiler Einfluss machte sich darüber hinaus in der Gerichtsbarkeit bemerkbar: Horgen war seit dem 15. Jh. eines der "Pürschdörfer" wie Zimmern ob Rottweil, Fischbach, Niedereschach u.a..

1490 wird die Burg (auch das "Schlössle") von Horgen erwähnt, genannt Weckenstein, die auf dem heutigen Kirchberg stand. Ein Bild von ihr gibt uns die Pürschgerichtsbarkeitskarte des Malers David Röthlin im Jahre 1564 wieder. Es dreht sich um einen massiven Wehr- und Wohnturm mit einer kleinen Kirche, die von einer Wehrmauer umgeben sind. Vermutlich gehörte zum engeren Besitz das Gebiet des heutigen "Hanfgartens", der früher als "Hofgarten" verstanden wurde. Die Burg gehörte zuerst der Familie Müntzer von Sinkingen, später kam sie an das weit verzweigte Geschlecht der Ifflinger, die auch im benachbarten Niedereschach Besitz hatten (u.a. die Burgen Friedegg und Granegg). Hans Bastian Ifflinger verkaufte endlich 1531 das Dorf Horgen für 120 fl. an die Reichsstadt Rottweil, 1598 geschah dies auch mit der Burg Weckenstein. Horgen unterstand Rottweil bis zum Ende der Reichsstadtzeit (1802). Die Zeit der Selbständigkeit dauerte bis 1973: Horgen wurde ein Ortsteil von Zimmern ob Rottweil.

Zur Gemeinde gehört seit 1843 Wildenstein im Eschachtal. Die Burg hatte im 13. - 15 Jh. Bedeutung. Sie wurde von den Grafen von Lupfen an die Familie derer von Kirneck als Lehen gegeben, einem Adelsgeschlecht zwischen Villingen und Unterkirnach. Später erhielt das Kloster St. Georgen den Burgstall und den Hof.

 

 

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