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 Flözlingen

Im Tal und rechts wie links an den Hängen der Eschach angelehnt liegt unser Dorf Flözlingen. Es hieß in seinen frühen Tagen "Flozoluestale", dann "Flezilingen", was letztlich zum jetzigen Namen führte. Die westliche Markungs-

grenze ist zugleich die ehemalige Landesgrenze zum Großherzog-

tum Baden. Gut ausgebaute Wege durch Wald und Flur laden zum

Flözlingen um 1979

Wandern ein und bei klarem Wetter reicht der Ausblick über den Schwarzwald bis zu den Vogesen, der Schwäbischen Alb und den Schweizer Bergen.Erstmalige Erwähnung findet Flözlingen 779 in einer Stiftungsurkunde an das Kloster St. Gallen. Aber schon vordem, um 600 v. Chr. siedelten die Kelten auf der Gemarkung und um 150 n. Chr. bauten die Römer 3 Gutshöfe an der Teufenhalde. Im 10. bis 12. Jahrhundert tauchen Namen wie Adelbero, Wolbrand, Wolfrat und Arnoldus von Fiezelingen auf, ein kleiner Landadel, deren Burg auf dem Spitzigen Stein gestanden haben soll, woran noch der Schlossgarten erinnert. Das Dorf ist um 1500 im Besitz der Herren von Falkenstein, deren Stammburg bei Schramberg liegt. 1444 und 1449 verkaufen die Falkensteiner ihre Rechte und Anteile, einschließlich der Kirchenlehenschaft, an den Grafen Ludwig von Württemberg und wird dem Oberamt Rosenfeld zugeteilt. Der Ort war damals fast ganz von reichsstädtischen Dörfern umgeben, nur der Nachbarort Weiler war ebenfalls württembergisch und evangelisch, gehörte aber zum Amt Hornberg. Erst 1807 kam Flözlingen zum Oberamt Rottweil.

Den geschichtlich Interessierten empfehlen wir unser Heimatbuch, welches die Gemeinde aus Anlass der 1200-Jahr-Feier herausgegeben hat. Charakteristisch für unser Dorf Flözlingen sind die vielen Fließbrunnen und eine Anzahl gut erhaltener Fachwerkhäuser. Als Rarität gilt die kleinste gewerbliche Brauerei Deutschlands. Die Kirche, welche an einer dominierenden Stelle steht, wurde 1717 im Stil einer verspäteten Gotik erbaut und birgt im Innern eine Kanzel aus der Renaissance.

 Altes Bauernhaus in Flözlingen